Die Kläranlage

Die Kläranlage ist eine Anlage zur Reinigung des häuslichen Abwassers. Sie wird eingesetzt, wenn es keine Möglichkeit gibt, für das Abwasser einen Anschluss an die kommunale Kanalisation zu legen.

Wer ist verpflichtet eine Kläranlage einzurichten?

Generell legen die Gemeinden und Kommunen fest, welche Gebiete innerhalb ihrer Kommune keinen Anschluß an die Kanalisation erhalten. In diesen Gebieten müssen die Grundstückseigentümer für eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung durch eine Kläranlage sorgen.

Gemäß Wasserhaushaltsgesetz benötigt der Grundstückseigentümer darüber hinaus für die Einleitung des gereinigten Abwassers in ein Gewässer eine sogenannte wasserrechtliche Erlaubnis oder eine Einleiterlaubnis in das Kanalnetz.

Funktionsweise einer Kläranlage

Die Kläranlage besteht in der Regel aus (1) einer Vorklärung, (2) einer Biologiestufe und (3) einer Nachklärung. Das Abwasser gelangt zunächst in die Vorklärung. Grobstoffe wie Papierreste und Fäkalien setzen sich hier am Behälterboden ab.

Danach gelangt das Abwasser in die Biologiestufe. Dort reinigen Mikroorganismen das Abwasser. In der Nachklärstufe der Kläranlage wird das biologisch gereinigte Abwasser gesammelt und entweder in ein Oberflächengewässer (Vorfluter) eingeleitet oder es versickert im Untergrund.

Kläranlage

Reinigungsklassen einer Kläranlage

Kläranlagen werden seit 2005 in sogenannte Ablaufklassen unterteilt. Für Kläranlagen des häuslichen Gebrauchs gibt es folgende Klassifizierung:

  • C für Kohlenstoffabbau
  • N für Nitrifikation
  • D für Denitrifikation
  • +P für zusätzliche Phosphateliminierung
  • +H für zusätzliche Hygienisierung

In der Regel ist bei einer Kläranlage lediglich die Reinigungsklasse C vorgeschrieben. Nur in bestimmten Fällen sind auch weitere Reinigungsklassen vorgeschrieben, z.B. für Kläranlagen, die in Trinkwasserschutzzonen installiert werden müssen.

Unterschiedliche Kläranlagen-Systeme

Je nach Anforderungsgebiet sind unterschiedliche Kläranlagen-Größen notwendig. Für den häuslichen Bedarf, für den industriellen Bedarf oder für den kommunalen Bedarf haben wir unterschiedlich große Kläranlagen in unserem Programm: Hier finden Sie einen Vergleich unserer Kläranlagen.

Zulassung der Kläranlage

Kläranlagen müssen generell zugelassen werden. Zugelassene Kläranlagen müssen eine gültige allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für die Verwendung als Kläranlage vorweisen, bzw. eine „Anwendungszulassung für Kläranlagen nach DIN EN 12566-3 mit CE-Kennzeichnung“ des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) besitzen.

Kläranlage

Der utp-Kläranlagenratgeber:

Die Kläranlage