Die Kleinkläranlage

Die Kleinkläranlage ist eine Anlage zur Reinigung des häuslichen Abwassers. Sie kommt zum Einsatz, wenn es keine Möglichkeit des Anschlusses an die kommunale Kanalisation gibt.

Wer benötigt eine Kleinkläranlage

Die Gemeinden und Kommunen legen fest, welche Gebiete einer dezentralen Abwasserentsorgung unterliegen, d.h. keinen Anschluß an die Kanalisation erhalten (Abwasserbeseitigungskonzept). In diesen Gebieten müssen Grundstückseigentümer für eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung durch eine Kleinkläranlage sorgen.

Der Grundstückseigentümer benötigt darüber hinaus für die Einleitung des gereinigten Abwassers in ein Gewässer eine sogenannte wasserrechtliche Erlaubnis gemäß Wasserhaushaltsgesetz oder über eine Einleiterlaubnis des Kanalnetzbetreibers.

Zulassung einer Kleinkläranlage

Kleinkläranlagen müssen generell zugelassen werden. Zugelassene Kleinkläranlage müssen eine gültige allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für die Verwendung als Kleinkläranlage vorweisen, bzw. eine „Anwendungszulassung für Kleinkläranlagen nach DIN EN 12566-3 mit CE-Kennzeichnung“ des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) besitzen.

Kleinkläranlage

Funktionsweise einer Kleinkläranlage

Die Kleinkläranlage besteht meist aus einer Vorklärung, einer Biologiestufe und einer Nachklärung. Das Abwasser gelangt zunächst in die Vorklärung. Dort setzen sich die Grobstoffe wie Papierreste und Fäkalien am Behälterboden ab. Anschließend gelangt das Abwasser ind die Biologiestufe. Hier wird es durch Mikroorganismen gereinigt. In der sogenannten Nachklärstufe wird das biologisch gereinigte Abwasser gesammelt und entweder in ein Oberflächengewässer (Vorfluter) eingeleitet oder es versickert im Untergrund.

Reinigungsklassen einer Kleinkläranlage

Seit 2005 werden Kleinkläranlagen in sogenannte Ablaufklassen eingeteilt. Folgende Klassen gibt es:

  • C für Kohlenstoffabbau
  • N für Nitrifikation
  • D für Denitrifikation
  • +P für zusätzliche Phosphateliminierung
  • +H für zusätzliche Hygienisierung

In der Regel wird bei einer Kleinkläranlage lediglich die Reinigungsklasse C für das Schmutzwasser gefordert. Nur in bestimmten Fällen sind auch höhere bzw. weitere Reinigungsklassen vorgeschrieben, z.B. für Kleinkläranlagen in Trinkwasserschutzzonen.

Unterschiedliche Kleinkläranlagen-Größen

Je nach Anforderungsgebiet sind unterschiedliche Kleinkläranlagen-Größen notwendig. Für den häuslichen Bedarf, für den industriellen Bedarf oder für den kommunalen Bedarf haben wir unterschiedliche Kleinkläranlagen in unserem Programm: Hier finden Sie einen Vergleich der Kleinkläranlagen.

Kleinkläranlage

Der utp-Kläranlagenratgeber:

Die Kleinkläranlage