Informationen zum Kauf und Bau einer Kleinkläranlage

Der Kleinkläranlagenratgeber von utp

Eine Kleinkläranlage kaufen: Das sollten Sie beachten

Sie müssen eine vollbiologische Kleinkläranlage verbauen, weil ihr Grundstück über keinen Anschluss an die Kanalisation verfügt? Wir informieren Sie über die häufigsten Fragen und sagen Ihnen, worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten. 

Wer ist verpflichtet eine Kläranlage einzurichten?

Generell legen die Gemeinden und Kommunen fest, welche Gebiete innerhalb ihrer Kommune keinen Anschluß an die Kanalisation erhalten. In diesen Gebieten müssen die Grundstückseigentümer für eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung durch eine Kleinkläranlage sorgen.

Gemäß Wasserhaushaltsgesetz benötigt der Grundstückseigentümer darüber hinaus für die Einleitung des gereinigten Abwassers in ein Gewässer eine sogenannte wasserrechtliche Erlaubnis oder eine Einleiterlaubnis in das Kanalnetz.

 

Achten Sie auf die wasserrechtliche Eignung ihrer Kleinkläranlage

Kleinkläranlagenrüstsätze als Ersatz einer bestehenden Abwasseranlage müssen eine gültige allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) besitzen. Neue Kleinkläranlagen (Behälter und Technik) benötigen eine CE Kennzeichnung nach DIN EN 12566-3 mit CE-Kennzeichnung.

 

Welche Reinigungsklassen gibt es bei Kleinkläranlagen?

Die Leistungsfähigkeit von Kleinkläranlagen wird in fünf verschiedene Reinigungsklassen eingeteilt, die u. a. unterschiedliche Wartungshäufigkeiten erfordern. Am häufigsten ist die Standardanforderung, die Reinigungsklasse C, also der Kohlenstoffabbau. Nur in bestimmten Fällen, z. B. in Trinkwasserschutzzonen, wird eine höhere Reinigungsklasse gefordert. Informationen hierzu erhält man bei den zuständigen Behörden.

Folgende Einteilung gibt es:

  • C (Kohlenstoffabbau)
  • N (Nitrifikation)
  • D (Denitrifikation)
  • +P (Phosphateliminierung)
  • +H (Hygienisierung)

Wie funktioniert eine Kleinkläranlage? 

Eine vollbiologische Kleinkläranlage reinigt das Abwasser in drei Schritten: der Vorklärung, der biologischen Reinigung und der Nachklärung. Eine Sonderform stellen SBR-Kleinkläranlagen dar, bei denen keine separate Nachklärung erforderlich ist. Auf dieser Technik basieren auch die Kleinkläranlagen von utp.  

Mehr über den SBR-Prozess erfahren!

Was geschieht mit dem gereinigten Abwasser der Kleinkläranlage? 

In der Regel wird das ordnungsgemäß behandelte Abwasser aus einer Kleinkläranlage, welches nach seiner umfassenden biologischen Reinigung die vorgeschriebenen gesetzlichen Grenzwerte erfüllt, wieder in den natürlichen Wasserkreislauf zurückgeführt.

Benötigen Sie eine vollbiologische Kleinkläranlage?

Vollbiologische Kleinkläranlagen sind eine Sonderform der Kleinkläranlagen und zeichnen sich durch eine biologische Reinigungsstufe aus, bei der die Inhaltsstoffe des Abwassers mit Hilfe von Mikroorganismen und Luftsauerstoff abgebaut werden. Sie erreichen die gleiche Reinigungsleistung wie zentrale Kläranlagen. Teilbiologische Kleinkläranlagen erreichen lediglich eine Reinigungsleistung von 30% und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Sie müssen daher auf vollbiologische Betriebsweise nachgerüstet werden.