Forschung und Praxis gemeinsam für eine nachhaltige Wasserwirtschaft
Die Digitalisierung verändert zunehmend auch die dezentrale Abwasserbehandlung. Im Rahmen eines aktuellen Forschungsprojekts der Hochschule Hof beteiligt sich die utp umwelttechnik pöhnl GmbH an der Entwicklung innovativer KI-Anwendungen für Kleinkläranlagen. Ziel ist es, Betriebsprozesse intelligenter zu gestalten und die Effizienz sowie Betriebssicherheit dezentraler Abwasseranlagen weiter zu steigern.
Herausforderungen im Betrieb von Kleinkläranlagen
Kleinkläranlagen müssen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen zuverlässig arbeiten. Schwankende Abwassermengen, saisonale Belastungen oder längere Abwesenheitszeiten der Nutzer stellen hohe Anforderungen an die Anlagentechnik. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit.
Moderne Sensorik liefert bereits heute zahlreiche Betriebsdaten. Diese Daten bieten großes Potenzial, werden jedoch häufig noch nicht umfassend für die Optimierung von Prozessen genutzt.
Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie
Genau hier setzt das Forschungsprojekt an. Mithilfe von Methoden der Künstlichen Intelligenz sollen Betriebsdaten analysiert und Zusammenhänge erkannt werden, die mit herkömmlichen Verfahren nur schwer identifizierbar sind. Die gewonnenen Erkenntnisse können künftig dazu beitragen,
- Betriebszustände frühzeitig zu erkennen,
- Wartungsbedarfe vorausschauend zu planen,
- Energieverbräuche zu optimieren,
- Reinigungsleistungen zu stabilisieren und
- die Fernüberwachung von Anlagen weiter zu verbessern.
Damit entstehen neue Möglichkeiten für einen noch effizienteren und nachhaltigeren Betrieb von Kleinkläranlagen.
Die utp bringt Praxiserfahrung in die Forschung ein
Als Spezialist für dezentrale Abwassertechnik unterstützt die utp das Projekt mit umfangreicher Erfahrung aus Planung, Betrieb und Betreuung von Kleinkläranlagen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis ist ein entscheidender Faktor, um innovative Technologien nicht nur theoretisch zu entwickeln, sondern auch unter realen Bedingungen erfolgreich einzusetzen.
„Als Praxispartner bringen wir unsere langjährige Erfahrung bei Betrieb, Wartung und Fernüberwachung von Kleinkläranlagen ein. Die digitale Transformation ist für uns ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung.“
Thomas Parchent, utp umwelttechnik pöhnl GmbH
Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, zukünftige Lösungen noch stärker an den Anforderungen von Betreibern, Kommunen und Fachplanern auszurichten.
Digitalisierung als Chance für die dezentrale Abwasserbehandlung
Die intelligente Auswertung von Betriebsdaten wird in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle in der Wasserwirtschaft spielen. KI-basierte Systeme können helfen, Ressourcen zu schonen, die Betriebssicherheit zu erhöhen und den Aufwand für Wartung und Service zu reduzieren.
Für die utp ist die Beteiligung an Forschungsprojekten ein wichtiger Bestandteil der kontinuierlichen Weiterentwicklung innovativer Lösungen für die dezentrale Abwasserbehandlung. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis arbeiten wir daran, die Potenziale moderner Technologien für sauberes Wasser und einen nachhaltigen Umweltschutz nutzbar zu machen.




